Traumsiedlung1

Vorbild für eine Zukunftsstadt

In den letzten Jahrzehnten haben wir enorme technische Entwicklungen erfahren. Energie und Ressourcen scheinen uns in unbegrenzter Menge zur Verfügung zu stehen. Wir streben alle nach Freiheit und Unabhängigkeit. Selbstverwirklichung und Individualität stehen bei uns hoch im Kurs. Das alles hat natürlich großen Einfluss auf unseren Lebensstil und unser Wohnumfeld.

Das Einfamilienhaus mit großem Garten im Grünen gehört für viele von uns zum wichtigsten Lebensziel. Dazu gehört das eigene Auto um Arbeitsplatz, Einkaufscenter, Freizeitangebot und Freunde unabhängig von anderen erreichen zu können. Mit umfangreichen Subventionen wie zum Beispiel der Pendlerpauschale, den Ausbau des Straßenverkehrs und der Eigenheimzulage fördert unser Staat diesen Traum. Die Niedrigzinspolitik hat den Häuserbau noch weiter vorangetrieben. Die Natur und ihre Materialien werden dabei allerdings als kostenlose und unbegrenzt verfügbare Ressourcen betrachtet.

Traumhaus

In den letzten Jahren zeigen sich aber die Schattenseiten dieser Vorgehensweise immer deutlicher. Die Krisen werden immer zahlreicher und sie verschärfen sich zudem. Diese Krisen werden zur existenziellen Bedrohung für unseren Lebensstil. Die bedrohlichste Krise ist dabei sicherlich der Klimawandel, gefolgt vom Ressourcenverbrauch. Beide Krisen haben ihre tiefe Ursache in der Endlichkeit der natürlichen Ressourcen und Reservoire. Dabei haben die Ressourcen zudem einen hohen Wert jenseits ihres finanziellen Wertes. Leider merken wir das immer erst dann, wenn uns diese Ressource verloren geht.

Alle Krisen werden großen Einfluss auf die Entwicklung der Städte und Stadtteile haben, weil sie die Lebensqualität und Wohnsituation deutich verschlechtern werden. Nur die Städte, die erfolgreiche Konzepte und Lösungen für diese Krisen bieten, werden in Zukunft auch prosperieren und zu einem Vorbild für andere Städte werden.

Gerade im Städtebau kann man enorm viel für den Klima und Ressourcenschutz erreichen. Der wichtigste Faktor dabei ist die Einbeziehung der betroffenen Menschen (Bewohner, Anrainer, …). Nur wenn sie die Hintergründe verstehen und engagiert mitmachen, können völlig neue Konzepte, kreative Methoden und innovative Techniken im Städtebau eingesetzt werden. Um die Krisen abwenden zu können, müssen wir uns leider alle von unserem bisherigen Traum „Einfamilienhaus“ verabschieden. Aber ich bin sicher, dass die neuen Konzepte nicht nur den Krisen vorbeugen, sondern auch die Lebensqualität und die Zufriedenheit der Bewohner deutlich steigern werden.

Das nachfolgende Dokument liefert dazu einige lohnenswerte Ansätze und Methoden aufgeführt. Es ist wie folgt gegliedert:
1. Ein kleiner Überblick über die Krisen, die auf uns warten.
2. Wichtige Anforderungen, die sich an den Städtebau richten.
3. Was macht Paderborn so besonders für neue Ideen?
4. Mögliche Vorschläge, wie Probleme vorteilhaft für alle gelöst werden können.

Das Dokument befindet sich derzeit noch im Aufbau und ist daher noch nicht vollständig. Es darf als Vorlage für eigene Ideen bzw. Erweiterungen der Ideen verwendet werden. Obwohl es sich derzeit vorangig mit dem Neubau einer Stadt bzw. eines Stadtteils beschäftigt, können viele Ideen auch für den Bestand der Städte übernommen werden und entsprechend angepasst werden.

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